Schröpftherapie

Das Schröpfen zählt zu den ältesten Therapieverfahren und wurde bereits 4000 v. Ch. in Mesopotamien beschrieben. Aus naturheilkundlicher Sicht zählt das Schröpfen zu den „ausleitenden Verfahren“. Die Wirkung wird in der westlichen Kultur im Sinne der Säftelehre erklärt. Durch die Regulation des Gleichgewichtes der Körperflüssigkeiten kann Gesundheit wieder hergestellt werden.

Die Gefäße sind aus Glas, kugelförmig mit einer kreisrunden Öffnung. Dieses Glas wird mit Unterdruck auf die schmerzenden Stellen gesetzt. Dies verbessert die lokale Durchblutung, den Lymphfluss und den Stoffwechsel. Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur werden aufgelockert und somit die Schmerzen gelindert.

Trockenes Schröpfen

Die Schröpfgläser werden auf sogenannte kühle, blasse Verhärtungen aufgesetzt. Der Unterdruck in den Gläsern führt zu einer verstärkten Durchblutung des Gewebes und wirkt dort aktivierend und kräftigend durch die Steigerung des Stoffwechsels. Es bildet sich ein Bluterguss der wesentlich für den Therapieeffekt ist. Dieser bildet sich nach ein paar Tagen wieder zurück.

Blutiges Schröpfen

Blutiges Schröpfen kommt bei Abflussstörungen zum Einsatz. Hierbei wird die Haut vor dem Aufsetzen der Schröpfgläser mit einer kleinen Lanzette oberflächlich angeritzt. Durch den Unterdruck in den Gläsern wird überschüssiges Blut und Gewebeflüssigkeit abgesaugt und ausgeleitet. Die Gläser verbleiben zwischen 10-20 Minuten.

Schröpfkopfmassage

Die Schröpfkopfmassage ist eine Abwandlung des trocken Schröpfens. Die Haut wird zuvor mit einem aktivierenden Öl eingerieben, danach werden die Schröpfgläser aufgesetzt und über die Hautpartien bewegt. Die Wirkung einer Schröpfkopfmassage ist intensiver als bei einer klassischen Massage.